BDE-Präsident Kurth will nach Köln
ALBA-Vorstand will wieder in die Politik
Dem Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE) droht erneut eine Führungskrise. Peter Kurth, erst seit einem halben Jahr Präsident des BDE, soll CDU-Kandidat für die Oberbürgermeister-Wahl in Köln werden, die Ende August stattfindet. Kurth ist seit 2001 Vorstandsmitglied der Berliner Alba AG, zu der auch das Recycling-Unternehmen Interseroh gehört, das seinen Hauptsitz in Köln hat. Dort residiert seit kurzem auch der Interseroh-Chef Axel Schweitzer, einer der beiden Eigentümer der Alba AG.
Peter Kurth gilt als Wirtschaftsliberaler. Er gehört seit 1977 der CDU an. In Berlin war er lange Zeit bei der Deutschen Bank und der Kreditbank tätig, ehe er vom Berliner Finanzsenator Elmar Pieroth 1994 zum Staatssekretär ins Berliner Abgeordnetenhaus berufen wurde. Nach fünf Jahren in diesem Job wurde er für kurze Zeit Finanzsenator. Nach dem Bruch der Großen Koalition 2001 endete seine Amtszeit mit dem erfolgreichen Misstrauensvotum gegen den damals Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen.
Wunderschön wie BILD über seine Chancen berichtet: „Räumlich ein Heimspiel: Kurth wurde im benachbarten Siegburg geboren. Politische ein schwieriger Akt: In Umfragen liegt der gemeinsame Kandidat von SPD/Grünen bei über 50 Prozent. Und die FDP hat einen eigenen Kandidaten.“
Und dann lässt BILD die Katze aus dem Sack:
„Aber nützen wird Kurth seine Kandidatur sicher: Entweder er siegt oder wird nach der Bundestagswahl im September oder der NRW_Landtagswahl 2010 belohnt.“
Wieder einer, der weich fällt.







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